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Schrei in der Wüste,
Das Erwachen der Byron Katie -
geschrieben von Christin Lore Weber

Quintessenz:
1. Lebe nicht in der Vergangenheit.
Die Fehler, die du in deinem Leben gemacht hast, sind wunderbar. Eines Tages können ähnliche Umstände eintreten, die es dir erlauben, die Weisheit zu nutzen, die du aus deinem Fehlverhalten und deinen falschen Entscheidungen erlangt hast. Es gibt Schmerz in der Vergangenheit. Aber warum ihn fortsetzen, wenn rings um dich her das Leben pulsiert?

2. Leben nicht in der Zukunft:
Jeder Plan hat seine Preis. Es mag unklug sein, sich nicht um Versicherungen und Rentenvorsorge zu kümmern. Aber sich um Dinge zu sorgen, die vielleicht nie eintreten, schafft unnötigen Stress.

3. Leben in der Gegenwart
Wenn du jeden Tag das tust, was du für richtig hältst, ist alles in Ordnung. Darüber hinaus werden Türen für Möglichkeiten sichtbar und du bist darauf vorbereitet, sie zu erkennen und zu öffnen. ES arbeitet für dich.

4. Es gibt drei Arten von Angelegenheiten 
Deine Angelegenheiten
Anderer Leute Angelegenheiten
Gottes Angelegenheiten
Die Kunst, sie zu unterscheiden.

5. Wenn du dir Sorgen darüber machst, was andere von dir denken oder erwarten, so frag dich "Ist es wirklich wahr oder nur eine Vermutung"? 

Alles ist Liebe, Liebe ist die Quelle von allem. Auch wenn verschiedene Menschen verschiedene Worte und Bilder verwenden, um das zu benennen, woraus alles entspringt, dieses ursprüngliche EINE, dieser Lebensquell, so ist die Energiefrequenz dieselbe. ES ist LIEBE.

Die Worte, denen du verhaftet bist, halten dich ab, die Gegenwart Gottes zu erfahren, die du bist.

Denk dir nichts aus, um die Geschichte niederzuschreiben! Die Wörter sind in deinen Fingern. Sie fließen lassen, ist der einfachste Weg zur Wahrheit; so kann man das Ego umgehen, all die verwirrenden, arroganten und bewertenden Gedanken. Nicke den Gedanken zu und sage: " Danke, dass ihr euch gemeldet habt" - und gehe weiter. Die Wörter sind in deinen Fingern. Die Geschichte wird von der Seele erzählt.

Angst:
Angst erwächst aus der Furcht etwas zu verlieren oder etwas nicht zu bekommen, was du möchtest. Angst ist ein Impuls die Kontrolle über das Schicksal, über die Zukunft selber übernehmen zu wollen - als ob wir das könnten. Ich dachte immer mich anstrengen sei meine Pflicht: das sei ein Ausdruck meiner Verantwortung; so könnte ich am besten für mich selber sorgen. Mich packte oft die Verlustangst und der Verstand phantasierte. Halte an solchen mentalen "Wehen" nicht fest" - Frage dich was ist wirklich jetzt in dem Moment um dich herum - beobachte. Wir haben alles, was wir brauchen, um mit jedem Moment fertig zu werden, komme, was da kommt. Der Augenblick, den wir "TOD" nennen, unterscheidet sich nicht von anderen Momenten. Alles ist so wie es sein soll.
Widerspruch - "Körper"
Einerseits sagte Byron, ich bin nicht mein Körper; anderseits betont sie -nach meinem Verständnis- wir sollten unsere Körper gut behandeln, ihnen lebendige Nahrung zu essen und reinen Flüssigkeit zu trinken geben. Wir sollten unseren Körper trainieren und uns an seiner Beweglichkeit erfreuen.
Das ist kein Gegensatz. Die ganze Welt, einschließlich meinem Körper, ist Form - vielfarbige, verschiedene, tanzende, sich wandelnde Form. Anhaftung unterbricht die Bewegung des Tanzes. Der Tanz ist die Fülle des Lebens in jedem Augenblick. Sich auf die Form zu konzentrieren, sie ängstlich festzuhalten, weil man die Kontrolle über etwas möchte, das man ohnehin nicht verstehen und im Griff haben kann, führt zu Krankheit, Verschmutzung und Stagnation. Formen entfalten und entwickeln sich spiralförmig, wie tanzende Blätter in einem Wirbelwind.
Byron sagt mir: "die Gedanken sind die Form, die der Körper für mein ICH hält. Dieser Körper, als Person oder Kultur, ist mein Lehrer. Der Körper folgt dem Geist und spiegelt ihn." Der Körper zeigt mir, in welchen Bereich ich festhalte, wie ich den Fluss des Lebens anhalte.
Mein Aufgabe ist es dieser körperlichen Form das zu geben, was sie braucht: eine gesunden Geist. Dann entfaltet sich der Körper im Rhythmus des Seins. Diese Entfaltung bedeutet lebendig zu sein, aktiv und freudig. Es bedeutet, Liebe zu sein. Wenn alles gelebt ist, lass es los. Bewege dich weiter, zum nächsten Schritt im Tanz. Wirble mit den Blättern, kreise mit den Planeten. Strahle. Wir sind die Sterne. Jeder Gedanke, der dich vom Leben abhält, ist ungesund. Der Körper muss dem Geist folgen. Die Zellen sind angesammelte Gedanken. Geist und Zellen zu sehen heißt dualistisch zu sehen. Der aus Zellen bestehende Körper ist die Widerspiegelung des Geistes. EINS. Nicht getrennt. Nicht Zwei. Das Denken zu verändern heißt die Zellen zu verändern. Sie sind das Gleiche.

Augenblick:
Wir sind nur in diesem Augenblick in der Wirklichkeit. Jeder kann lernen, als der Augenblick zu leben, alles als den Augenblick zu erfassen und das, was vor seinen Augen ist, als sich selbst zu lieben. Das Wunder der Liebe, das Geheimnis dessen WAS IST, erreicht dich in der Gegenwart des nicht gedeuteten Augenblicks. Wenn du nicht in der Wirklichkeit des Augenblicks bist, verpasst du das eigentliche Leben. Sei der Augenblick und erfahre die Freude und Liebe, die du bist. Wenn du im ungedeuteten reinen Augenblick lebst, ist der Körper immer bereit, dem erforderlichen Zweck zu dienen. Das Jetzt ist das Ergebnis des Wunders, welches geschieht. Das ist alles. Was ist und jemals sein wird. Es liegt jenseits aller Vorstellungen. Es ist einfach das Offensichtliche.

Missbrauch:
Byron erklärt: In ihren Gedanken missbrauchte sie sich selbst, fünfzig Jahre lang. Der Missbrauch selbst war vielleicht eine Sache von zehn Minuten; von da an bin ich es selbst , die nicht aufhört, sich damit zu quälen und zu schaden, jahrelang. Dies zu erkennen, gibt dir das größte Geschenk. Es gibt dir das, was du immer wolltest, du brauchst nicht mehr Opfer zu sein. Es gibt dir die absolute Macht und Kontrolle über dein Leben. Du bist hundertprozentig verantwortlich für deinen Schmerz und für deine Freude. Du bist es immer schon gewesen. Durch das VERGEBEN, nämlich indem du einsiehst, was wirklich geschah, bist du frei.
Verantwortung = Schuld?
Wenn im Zusammenhang mit Unrecht und Vergebung das Wort "Verantwortung" gebraucht wird, höre ich den Begriff SCHULD. Wer ist schuldig und wer hat Schuld? Ich möchte, dass gefälligst der Missetäter die Schuld auf sich nimmt, dann brauche ich es nicht zu tun. Ich denke, sein Bekenntnis würde mich befreien. Das stimmt nicht. Im Gegenteil. Indem er die Schuld annimmt, die ich ihm auferlege, vergrößert das nur die Schuld, die ich mir selbst aufbürde. Meine Unschuld finde ich wieder, indem ich die Verantwortung für mein eigenes Leben voll annehme, und das ist meine Angelegenheit. Und er andere muss die Wahrheit über die von ihm getroffene Wahl selbst herausfinden. Er muss sich selbst befreien. Für mein Leben spielt nur das eine Rolle, was ich mir selbst antue. Verantwortung bedeutet, aus dem Zustand der Wahrheit zu antworten. Dem Opfer seine Verantwortung zurückzugeben, seine Macht wiederherzustellen. Verantwortung hat nichts mit Schuld zu tun.

Vergebung:
Weil du dir selbst nicht vergeben hast, nimmst du an, der andere habe dir nicht vergeben. Und der andere hat das volle Bewusstsein auch nicht erreicht, so lange es auch nur einen Menschen gibt, dem er nicht vergeben kann. Du kannst die volle Vergebung nicht durch ihn erlangen, weil wir alle EINS sind. Alle ist DU. Solange wir irgendwo auch nur einen Fehler sehn, ist die Vergebung in uns nicht abgeschlossen. Mit allem ins Reine zu kommen, bedeutet die Mission des Verzeihens zu vollenden.

TOD: Wenn ich bewusst ein erfülltes Leben führen möchte muss ich jeden Tag bereit sein, tausend Tode zu sterben. Jede Überzeugung, die ich loslasse, ist ein Tod - es ist der Tod alter Vorstellungen und Glaubenssätze, die uns nicht helfen.

Dein EGO muss dich unentwegt in Angst und Schrecken halten, ansonsten würdest du in deinem Körper heimgehen zu Gott. Wenn wir nicht im Denken gefangen sind, wenn wir aufhören, uns ständig mit dem Warum, dem Wenn und dem Aber zu beschäftigen, dann wird alles; WAS IST, sichtbar.

Wir lassen nie etwas los, ohne dass etwas Höheres folgt. Es ist die natürliche Bewegung des Seins - zum Höheren hin (Evolution). Wir können nichts falsch machen. Was im letzten Moment noch greifbar war, ist bereits verloren. Nur der gegenwärtige Augenblick existiert. Was immer er bringt, ist das Höhere, vollkommenere, mit mehr Potential Erfüllte. Jede Erfahrung, sei es Schmerz, Schönheit, Hoffnung, Verblendung, Anspannung, Verkrampfung, Großzügigkeit, Lachen, Weinen, Geburt, Tod - das Leben selbst - führen einen jeden von uns letztlich zum Moment der Begegnung mit der Wahrheit. Es ist, als ob sich alles Frühere auflösen würde wie ein Nebel im Sonnenlicht. Hier die Fülle des Seins, das höhere Gut.

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